Die teuersten technischen Fehler auf B2B-Websites
Neben Text-Fehlern kosten vor allem fehlende mobile Optimierung, langsame Ladezeit, springende Inhalte und für Suchmaschinen unsichtbarer JavaScript-Content B2B-Websites Anfragen — Fehler, die sich technisch messen lassen, nicht nur erahnen.
Nicht Text, sondern Technik
Im Artikel "Die 7 teuersten Textfehler auf B2B-Websites" geht es um Sprache: wie Texte formuliert sind. Dieser Artikel behandelt bewusst das Gegenteil: Fehler, die nichts mit Formulierung zu tun haben, sondern mit Struktur, Ladezeit und technischer Zugänglichkeit. Beide Fehlerarten kosten Anfragen, aber auf unterschiedliche Weise.
Die häufigsten technischen Fehler
Google nennt für eine gute Nutzererfahrung als Zielwert einen Largest Contentful Paint (LCP, Ladezeit des größten sichtbaren Elements) von 2,5 Sekunden oder weniger, gemessen am 75. Perzentil der echten Nutzer. Wird das deutlich überschritten, springen Besucher ab, bevor sie den Inhalt überhaupt sehen.
Bilder oder Elemente ohne festgelegte Größe verschieben den Seiteninhalt, während er lädt. Der Zielwert für Cumulative Layout Shift (CLS) liegt bei 0,1 oder darunter. Wer schon einmal aus Versehen den falschen Button getroffen hat, weil sich die Seite gerade verschoben hat, kennt das Problem aus eigener Erfahrung.
Wenn sich URLs bei einem Relaunch ändern und alte Adressen nicht sauber auf die neuen weiterleiten, verlieren Besucher und Suchmaschinen den Zugang zu bereits gerankten Seiten. Interne Links, die selbst über eine Weiterleitung laufen statt direkt zum Ziel zu zeigen, kosten zusätzlich unnötig Ladezeit.
Preise, Leistungsbeschreibungen oder andere zentrale Inhalte, die erst per JavaScript nachgeladen werden, sind für Suchmaschinen und KI-Systeme, die kein JavaScript ausführen, schlicht nicht vorhanden. Wichtiger Inhalt sollte direkt im HTML stehen.
Ohne Canonical-Tags, sauberes Überschriften-Gerüst und strukturierte Daten (Schema.org) fällt es Suchmaschinen und KI-Suchsystemen schwerer, den Inhalt korrekt einzuordnen und zu zitieren.
Horizontales Scrollen, zu kleine Tippflächen oder Elemente, die sich auf kleinen Bildschirmen überlappen, sind auf B2B-Websites häufiger als man denkt, obwohl auch B2B-Entscheider zunehmend mobil recherchieren.
Quellen und weiterführende Informationen
Core-Web-Vitals-Zielwerte: web.dev — Core Web Vitals.